Tiergestützte Therapie mit Eseln

Charakterisierung des Esels

Esel

Pferd

Fluchttier mit Herkunft aus bergigem UmlandFluchttier mit Herkunft aus weitläufigen Steppen
lebt gerne in einer Herde mit sozialem Verbundlebt gerne in einer Herde mit durchstrukturierter Hierachie
ohne Leittier mit allgemeiner Wachheit der Herdemit Leittier, welches die Aufsicht übernimmt und die Herde führt
jedes Tier handelt eigenverantwortlichdie Verantwortung übernimmt das Leittier
läuft bei Gefahr wenige Meter und überprüft das Umfeldläuft bei Gefahr weite Distanzen

Der Esel legt sehr viel Wert auf Sicherheit, da er keinem Alpha-Tier die Verantwortung für sein Leben übergibt. So trägt er immer eine gewisse Vorsicht beziehungsweise Urangst mit sich, die er ohne Schamgefühl zeigt. Er steht zu seinem Schatten, kein noch so gutes Leckerli oder Druck durch Gewalteinsatz wird ihn vom Gegenteil überzeugen, nur ein tiefgründiger Kommunikationsaustausch erobert sein Vertrauen.

Wer Entspannung braucht, findet bei ihm Ruhe und Gelassenheit, wer antriebslos ist wird durch seinen neugierigen, spielerischen Charme motiviert. Vor allem in schwierigen Lebenssituationen und bei psychischen Störungen ist der Esel eine spielerische Brücke zu eigenen Emotionen, denn er spiegelt sehr deutlich menschliches Verhalten. In den verschiedenen Therapieeinheiten sind Rituale für den Esel sehr wichtig, die auch für uns Menschen einen wichtigen Rahmen schaffen.

Beispiele der Zielsetzung bezüglich der tiergestützten Therapie:

  • Wahrnehmung fördern

    “Der Esel hat die Augen auf der Seite, meine sind vorne, wie bei einem Raubtier.”

  • Einfühlungsvermögen stärken

    “Das bedeutet, ich bin ein Raubtier für den Esel, wie muss ich mich richtig verständigen?”

  • Kooperation erlernen

    “Ich kontrolliere mein Verhalten und zeige, dass ich kein Löwe bin.”

  • Vertrauen aufbauen

    “Der Esel bleibt nun ruhig stehen, ich vertraue ihm und er vertraut mir.”

  • Mut empfinden

    “Die neuartige Begegnung ist mir fremd, sie erfordert Mut.”

  • Achtsamkeit zeigen

    “Der Esel liebt einen bestimmten Rhythmus der Begegnung, der Annäherung und des Rückzugs. Ich richte mich danach.”

  • Sicherheit fühlen

    “Der Esel und ich fühlen uns dabei sicher und gut.”

  • Selbststicherheit stärken

    “Bestimmt darf ich jetzt seinen empfindlichen Bauch streicheln.”

  • Konzentration aufrecht erhalten

    “Ich möchte es richtig machen, sonst versteht der Esel meine Absicht nicht.”

  • Anspannung und Entspannung erkennen

    “Ich bringe den Esel zum Entspannen und sehe es deutlich an seiner Gesichtsmuskulatur. Auch mein Kinn ist nun locker und entspannt.”

  • Nähe spüren

    “Ich darf ihn umarmen, spüre die Wärme seines Felles und höre die Geräusche in seinem Bauch.”

  • Fremde und eigene Distanz wahren

    “Ich akzeptiere seine Privatzone und zeige auch meine Grenze deutlich an.”

  • Belohnung

    “Ich darf sogar seine verletzliche Nase streicheln und ich kann mit verschiedenen Trainingseinheiten beginnen.”

Broschüre: Eseltherapie für Kinder

Tiergestützte Therapie auf der Eselwiese

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Der Esel spiegelt auf Grund seines eigenständigen Denkens deutlich menschliches Verhalten. Ich biete Ihnen verschiedene Möglichkeiten einer einfühlsamen tiergestützten Arbeit auf der Eselwiese an.

Besuch von Institutionen

img_20160801_200439Der Eselzirkus besucht Institutionen wie Kindergärten, Schulklassen, Einrichtungen mit behinderten Menschen und Seniorenheime. Eine Zirkusvorführung mit einfühlsamer Einbindung der Zuschauer, die für Kinder und Erwachsene geeignet ist.